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Was ist Homöopathie?

 

Homöopathie ist ein spezielles Heilverfahren, welches von Samuel Hahnemann „entdeckt“ wurde.

2005 war das „Jahr der Homöopathie“, denn Hahnemanns Geburtstag jährte sich zum 250sten Mal. In den vergangenen Jahrhunderten wurde die Homöopathie stetig weiter entwickelt, doch in ihren Grundsätzen ist diese Behandlungsmethode dem Hahnemannschen Organon (einem Buch über die Gesetzmäßigkeiten in der Heilkunde) treu geblieben. In einem dieser „Gesetzesparagraphen“ schreibt er: …behandle man Ähnliches mit Ähnlichem. Er meinte damit:

  • Ein Gesunder nehme einen Stoff und führe sich diesen in einer giftigen Dosis zu (Je nach Art des Stoffes und Empfindlichkeit des „Probanden“ (= Prüfers) dauert das Erzeugen von Nebenwirkungen (= Arzneisymptomen) unterschiedlich lange.)
  • Diese Symptome schreibe man auf und wende die „Nebenwirkungsarznei“ bei einem Kranken an, der diese Arznei vorher nicht benutzt hat.

Ein Beispiel: Kaffee ist eine bekannte „Droge“ die schon in kleiner Dosis Symptome erzeugt. Eine Substanz also, an der man sich schnell „vergiften“ kann und Nebenwirkungen spürt. Die Symptome sind oft folgende:

  • Herzrasen, vermehrte Nervosität, Unruhe der Hände
  • Einschlafprobleme, Schlafstörungen, unruhigere Träume
  • häufigerer Harndrang
  • ein Gefühl von Wachheit gefolgt von großer Müdigkeit

Eine Person, die genau unter diesen Symptomen leidet, könnte mit dem homöopathisch aufbereiteten Kaffee (Coffea) behandelt werden, vorausgesetzt allerdings, dass diese Symptome nicht durch das Trinken von Kaffee entstanden sind.

Es gibt viele Tricks, welche wir seit Jahrhunderten benutzen, die durch eben dieses homöopathische Prinzip funktionieren: Bei zuviel Magensäure soll man einen Teelöffel Senf essen, davon würde es vergehen… Oder warum wird in den heißen, südlichen Ländern oft heißer Tee getrunken?  Die Liste könnte man lange Vorsetzen.

Der homöopathische Gedanke ist also nicht von Hahnemann zuerst beobachtet worden. Es handelt sich um ein Naturgesetz, das auch schon vorher von verschiedenen Kundigen, meist Ärzten geahnt und beschrieben, leider jedoch nicht weiter verfolgt wurde.

…So sagt der Verfasser des unter den Hippokratischen befindlichen Buchs… durch das Ähnliche entsteht Krankheit und durch Hinzufügen des Ähnlichen werden aus Kranken Gesunde…  durch das Erbrechen hört das Erbrechen auf. (1538) (aus J.M.Schmidt Neufassung „Organon der Heilkunst“) .

Am deutlichsten äußert sich allerdings 1738 der dänische Regimentarzt Stahl: …“ Ganz falsch und verkehrt ist die in der Arzneikunst angenommene Regel, man müsse durch gegenseitige Mittel … behandeln.“ Er ist im Gegenteil davon überzeugt, dass durch ein Mittel, das ähnliches Leiden erzeugt, die Krankheit weichen und geheilt werden: Verbrennungen durch Annäherung ans Feuer, erfrorene Glieder durch aufgelegten Schnee und kältestes Wasser… Und so heilte er mit dem glücklichsten Erfolg die Neigung zu Magensäure durch eine sehr kleine Gabe Vitrolsäure in den Fällen, wo man vorher eine große Menge absorbierender Pulver vergeblich gebraucht hat. (aus J.M.Schmidt Neufassung „Organon der Heilkunst“)

Hahnemann war der Erste, der diesen Gedanken weiterverfolgte und sich im Selbstversuch kontrolliert „vergiftete“. Aber schon damals war ihm klar, dass er die Vergiftungserscheinungen so klein wie möglich halten und dafür die Heilwirkung verstärken wollte. Er „erfand“ das Potenzieren und Dynamisieren der Substanzen.

Mit diesen potenzierten Substanzen (Arzneien) war und ist es auch heute möglich viele Leiden zu verringern oder zu heilen.



Möchten Sie mehr Informationen zum Thema Homöopathie?
Hier finden Sie noch einige PdF - Dokumente zum Thema:

Die Geburt der Homöopathie

Die Säulen der Homöopathie

Die Anamnese

Die Arzneieinnahme




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